Was, wenn unsere innere Karte nicht mehr zur Welt passt?

Wir alle tragen Vorstellungen davon in uns, wie das Leben „funktioniert“ – wie Menschen sind, wie Beziehungen laufen, wie die Dinge zu sein haben.
Diese inneren Karten entstehen früh: durch Erziehung, Erfahrungen, Prägungen. Sie geben uns Orientierung – aber sie sind nicht die Wirklichkeit selbst.

Ein Beispiel:
Jemand hat gelernt: „Ich darf keine Schwäche zeigen – sonst werde ich nicht ernst genommen.“
Diese Überzeugung wurde zur inneren Karte. Doch heute, im beruflichen oder privaten Alltag, führt genau diese Haltung dazu, dass Nähe fehlt, Vertrauen fehlt, Entwicklung stockt.
Die Karte passt nicht mehr zur Landschaft – aber an der Landschaft zu zweifeln ist oft einfacher, als die eigene Karte neu zu zeichnen.

Philosophische Frage:
Wie erkennen wir, ob unsere Orientierung noch trägt?
Ist Wahrheit das, was wir glauben – oder das, was uns herausfordert, neu zu denken?


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