Wir leben in einer Gesellschaft, in der der ständige Vergleich zur Normalität geworden ist. Wer ist erfolgreicher, schöner, glücklicher, klüger? Soziale Medien verstärken diesen Impuls – das Leben der anderen erscheint immer besser. Doch dieser Vergleich ist tückisch. Er gaukelt uns Mängel vor, wo vielleicht gar keine sind.
Beispiel:
Clara ist Lehrerin und gilt als engagiert und beliebt. Doch seit sie regelmäßig die Instagram-Posts ihrer Kollegin verfolgt – Reisen, Konferenzen, Auszeichnungen – fühlt sie sich klein. Sie beginnt an sich zu zweifeln. Dabei hat sich nichts an ihrer Kompetenz oder ihrem Engagement geändert. Nur die Wahrnehmung hat sich verschoben.
Philosophische Frage:
Was, wenn der Maßstab für unser Leben gar nicht „die anderen“ sind, sondern das, was uns selbst wesentlich erscheint? Wie frei wären wir, wenn wir nicht ständig in Konkurrenz dächten, sondern im Einklang mit unserer eigenen Natur handelten?

Hinterlasse einen Kommentar