Der philosophische Kampf

Philosophie ist kein Elfenbeinturm. Kein Zeitvertreib für Sonntage.
Philosophie ist Kampf. Ein stiller, zäher, innerer Kampf – um Selbstachtung.

In einer Welt, die permanent Geschwindigkeit, Effizienz und Konformität verlangt,
ist das Denken ein Akt des Widerstands.
Wer fragt, wo andere folgen, stellt sich quer.
Wer nach dem Sinn sucht, wo andere nur noch „funktionieren“,
riskiert Einsamkeit – aber bewahrt seine Würde.

Ich kämpfe nicht mit Parolen.
Ich kämpfe mit Fragen. Mit Zweifeln. Mit dem Mut, nicht zu wissen.

Der philosophische Kampf ist nicht gegen die Welt gerichtet –
sondern gegen das eigene Verstummen in ihr.

Er beginnt dort, wo man nicht mehr mitmacht.
Wo man „Nein“ sagt zum Zynismus.
„Nein“ zum inneren Rückzug.
„Nein“ zur Selbstverleugnung.

Wer denkt, bleibt Mensch.
Wer fragt, bleibt frei.
Wer sich nicht verbiegt, bleibt aufrecht – auch wenn er fällt.

Das ist der Kampf, den ich führe.
Nicht um Recht zu haben.
Sondern um mich selbst nicht zu verlieren.


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